Rückblick Rosenheimer Vertriebsmeeting 2025

Rosenheimer Vertriebsmeeting 2025:
KI trifft Kundennähe: Wenn Algorithmen und Empathie gemeinsam verkaufen

Nach dem letztjährigen Ausflug in das Hochhaus der Firma BORA in Raubling, kehrte das Rosenheimer Vertriebsmeeting für sein zehntes Mal zurück in das Sparkassen-Hochhaus in Rosenheim. In diesem inspirierendem Ambiente trafen sich über 100 Managerinnen und Manager der Region zusammen mit Studenten und Absolventen der TH Rosenheim, um eines der wichtigsten Vertriebsthemen im Jahr 2025 zu diskutieren: die KI! Und so stand die Veranstaltung unter dem Motto: Wenn Algorithmen und Empathie gemeinsam verkaufen – Erfolgsrezepte von Telekommunikation bis Systemgastronomie.

Digitale Transformation im Mittelstand: 10. Rosenheimer Vertriebsmeeting setzt Impulse
KI trifft Kundennähe: Branchenübergreifende Erfolgskonzepte von IT bis Systemgastronomie

Die Digitalisierung des deutschen Mittelstands stand im Zentrum des 10. Rosenheimer Vertriebsmeetings, das am 23. Oktober 2025 mit 130 Teilnehmern ausgebucht war. In den Räumlichkeiten der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling diskutierten Vertreter aus IT-Wirtschaft, Telekommunikation und Systemgastronomie über die praktische Balance zwischen algorithmischer Effizienz und menschlicher Empathie im Vertrieb

Politische Würdigung der Innovationsplattform

Die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltung unterstrichen die Grußworte von Landrat Otto Lederer, der Parlamentarischen Staatssekretärin Daniela Ludwig, des stellvertretenden Bürgermeisters Daniel Artmann sowie des Präsidenten der Technischen Hochschule Rosenheim, Prof. Heinrich Köster. Sie positionierten das Format als wesentlichen Baustein der regionalen Innovationsförderung.

Zwischen Marketingtheorie und Praxisanwendung

Den wissenschaftlichen Rahmen setzte Prof. Dr. Dieter Benatzky (Ehrensenator TH Rosenheim) mit seinem Vortrag „Bluff your way by Marketing“. Der bewusst provokant gewählte Titel bildete den theoretischen Kontrapunkt zu den nachfolgenden Praxisberichten über authentische, KI-gestützte Kundenbeziehungen.

IT-Branche: Datensouveränität als Geschäftsmodell

Die EMC Home of Data und artcodix GmbH präsentierten ein regional verankertes Geschäftsmodell für datenschutzkonforme KI-Anwendungen. Bernhard Huter (CEO EMC Home of Data) verwies auf die Klassifizierung seines Unternehmens als Teil der kritischen Infrastruktur Deutschlands. Mit einer Verfügbarkeit von über 99,95 Prozent und ausschließlich TÜV-zertifiziertem Ökostrom positioniert sich das Unternehmen als Alternative zu internationalen Cloud-Anbietern.

Michael Bayr, dessen artcodix GmbH 2014 als Spin-off der TH Rosenheim entstand, präsentierte OpenAI-kompatible Lösungen, die vollständig auf regionaler Infrastruktur basieren. Das Geschäftsmodell umfasst die Implementierung von RAG-Datenbanken (Retrieval-Augmented Generation), intelligenten Chatbots sowie autonomen Agentensystemen für mittelständische Unternehmen.

Telekommunikation: Effizienzsteigerung durch KI

Die komro GmbH, regionaler Telekommunikationsanbieter mit 26.000 Kunden, demonstrierte die praktische Umsetzung von KI im Kundenservice. Stefan Besold, Leiter Geschäftskundenvertrieb, präsentierte den im Rahmen des bayerischen KI-Transfer+ Programms entwickelten „Help-Desk Companion“. Das System verarbeitet täglich über 100 Support-Tickets durch spezialisierte KI-Agenten, die auf das lokal gehostete LLAMA-Modell zugreifen. Die Lösung ermöglicht skalierbare Wachstumsstrategien ohne proportionale Personalaufstockung bei gleichzeitiger Wahrung der DSGVO-Konformität.

Die komro GmbH, die 2025 als erster Anbieter flächendeckend Übertragungsraten von zwei Gigabit pro Sekunde in Rosenheim bereitstellt, verdeutlicht damit die Symbiose aus Infrastrukturausbau und intelligenter Prozessoptimierung.

Systemgastronomie: Standards und Innovation

Michael E. Heinritzi, McDonald’s-Franchisenehmer mit einem Jahresumsatz von 146 Millionen Euro, illustrierte die Integration von KI in standardisierte Geschäftsprozesse der Systemgastronomie. Sein Portfolio umfasst 29 Restaurants mit knapp 2.000 Mitarbeitern und über 20 Millionen Gästen jährlich. Die von Rosenheim aus gesteuerte Organisation implementiert KI-gestützte Systeme von sprachgesteuerten Bestellterminals bis zu sensorüberwachten Küchengeräten.

Mit der für Ende Oktober 2025 terminierten Eröffnung des IRLX-Konzepts in Kolbermoor demonstriert das Unternehmen seine Innovationskraft. Heinritzi betonte jedoch die bleibende Bedeutung des Faktors Mensch: Die Technologie optimiere Prozesse, ersetze aber nicht die persönliche Servicekomponente.

Wirtschaftsstandort profitiert von branchenübergreifender Vernetzung

Die Veranstaltung dokumentierte die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Rosenheim in der digitalen Transformation. Die präsentierten Geschäftsmodelle aus IT, Telekommunikation und Systemgastronomie zeigen, dass regionale Unternehmen erfolgreich im Wettbewerb bestehen können, wenn sie technologische Innovation mit persönlicher Kundennähe verbinden. Der gemeinsame Tenor aller Referenten: KI ist ein mächtiges Werkzeug, doch der Mensch bleibt im Zentrum erfolgreicher Geschäftsbeziehungen.

Das Organisationsteam um Markus Hübsch, Prof. Dr. Eckhard Lachmann und Thomas Federkiel kündigte die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe für 2026 an. Die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling wird erneut als Gastgeber fungieren.

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